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Neue Spielzeit im Hänneschen Original Kölnisch Wasser steht im Mittelpunkt

Kölner Stadt-Anzeiger, 08.03.2018  

Köln -Das original Kölnisch Wasser steht im Mittelpunkt der neuen Spielzeit im Hänneschen. Im im Kinderstück „Fläscheposs“ wie auch in der Abendproduktion „Farina – Wunderwasser vun Kölle“ dreht sich alles um die Entstehungsgeschichte des weltbekannten Parfums. Dabei geht es nicht nur um den Marktführer „4711“ mit der werbewirksamen Hausnummer durch die französischen Besatzungstruppen, sondern vor allem um den eigentlichen Ursprung des „Eau de Cologne“, das Johann Maria Farina schon Anfang des 18. Jahrhunderts zunächst als Duftwasser „Aqua Mirabilis“ kreiert hatte.

 

Abendstück mit viel Historie

„Der wäre im kommenden Dezember 333 Jahre alt geworden – das muss in Köln doch gefeiert werden“, sagte Puppenspiel-Intendantin Frauke Kemmerling bei der Vorstellung des neuen Programms. Das Abendstück (Premiere: 1. September), bei dem sie Regie führt, hat sie auch gemeinsam mit Tünnes-Darsteller Udo Müller geschrieben. „Da ist schon viel richtige Historie drin, so auch in der passenden Musik, die der musikalische Leiter Jura Wajda zusammenstellt. Aber es ist halt auch ein Teil Theater. Denn die Knollendorfer mischen ja mit.“

So arbeitet Hänneschen im Jahr 1709 in feinster Rokoko-Kleidung als Lehrling beim Parfumeur Farina, bei dem die Schönen und Reichen jener Zeit ein- und ausgehen – von Kurfürst Clemens August über die Komponisten Händel, Bach und Vivaldi bis zu Casanova. Während Hänneschen an neuen Düften herumprobiert, reißt sich der Schäl in der Rolle des Burgverwalters Jacob Mülhens aus Troisdorf die Original-Rezeptur unter den Nagel und ebnet seinem Sohn durch Kopieren den Weg zum 4711-Konzern.

Stück für Weihnachten steht auch bereits fest

Der Konkurrenzkampf der beiden Familien um die Kundschaft im Parfumhandel wird auch im Kinderstück angerissen, das Müller geschrieben hat und auch inszeniert. Das wird ab 23. September gezeigt. Und auch das kommende Weihnachtsmärchen „Dä ieskale Schäl“ stammt aus der Feder eines Ensemblemitgliedes. Die Geschichte rund um den Schäl, der eines Morgens mit einem Schneemann-Kopf aufwacht, hat sich Silke Essert ausgedacht, die die Zänkmanns Kätt spielt.

Originalartikel