Ne falsche Fuffzijer

Konrad Schäl verfügt über sehr großes bildhauerisches, sowie malerisches Talent. Mit großer Leidenschaft ahmt er Kunstgegenstände aller Art täuschend echt nach. Und das bereits seit seiner Jugend.

Doch eigentlich träumte der fußballverrückte Schäl immer davon, Torjäger beim 1. FC Köln zu werden. Leider hinderte sein Augenleiden ihn ständig daran, das gegnerische Tor zu treffen. So bleibt ihm bis heute  nur die Liebe zu seinem Geißbockclub, und der Hass auf den FC Bayern. Schäl verschmäht Weißwürste, Haxen und überhaupt alles an bajuwarischer Kultur.

An seinem 50. Geburtstag erfährt Schäl, dass Peter Mählwurms Schwester Änn, die vor Jahren einen Bayern heiratete, und mit ihm auf einer bewirtschafteten Almhütte lebt, große Existenzprobleme hat. Die oberbayerische Gemeinde von St. Deppendorf will Sepp und Änns Almhütte abreißen lassen, da an dieser Stelle ein Wintersporthotel errichtet werden soll. Das schürt in Schäl wieder den Groll auf die Weiß Blauen, und er will dem Bayernland einen Denkzettel verpassen.

So schmiedet er den Plan die Ehre des geliebten Märchenkönigs Ludwig zu beschmutzen, indem er den Stammbaum des Adligen manipuliert. Er gibt vor, dass Ludwig der II. von einem rheinischen Stallknecht namens Jan von Werth abstammt. Genau das soll ein gefundenes Tagebuch des späteren Reitergenerals und eine an der Unglücksstelle des verschwundenen Kölner Stadtarchivs geborgene Heiratsurkunde beweisen. Mit Begeisterung stellt Schäl diese Urkunden her und verkauft die Veröffentlichungsrechte des Tagebuchs des Jan von Werth an die St. Deppendorfer Zeitung "Mir san mir".

Bärbelchen entdeckt als junge Polizistin zusammen mit Hänneschen den Schwindel, und Spezialisten stellen die Falschheit des Tagebuchs fest.

Nun fordert der "Mir san mir" Verlag von Schäl sein Geld zurück. Das bedeutet, das Sporthotelbauvorhaben platzt. Sepp und Änn können weiterhin die Gastronomie ihrer beschaulichen Alm betreiben.

Am Schluss lehnt Schäl sich in seinen vier Wänden verdächtig entspannt und zufrieden zurück. Das wirft die Frage auf, ob das gezahlte Geld an den Bürgermeister nicht auch letztendlich eine Fälschung war...??