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„Loss mer laache!“ Puppensitzung im Hänneschen begeistert das Publikum

Erstellt: 14. Januar 2017

Köln - Treffsichere Pointen, kreative Gags und bissig-deftiger Witz: Bei der Premiere der Puppensitzung „Loss mr laache!“ zündeten Intendantin Frauke Kemmerling und ihr gesamtes Ensemble ein Feuerwerk kölscher Fastelovendsfreude. Das begeisterte Publikum feierte die Premiere mit nicht enden wollendem Applaus. In der Weetschaff op dr Eck beim „Mählwurms Pitter“ kommentierten die Knollendorfer scharfzüngig etliche Themen des aktuellen Geschehens.

Trampel Trump bekam gleich zu Anfang eins auf die Frisur („Süht us wie en platt gefahrene Katz“. „Wo liegt Mexiko? An der Grenze zur Dummheit.“) Auch die umstrittene Programmpolitik des WDR und der plumpe Populismus der AfD wurden aufgegriffen („Wähle jonn ess wie Zäng putze. Wer et net deht, kritt brunge Zäng!“

Männerballett im Tütü

Besonders amüsant: Anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Kölner Männer-Gesang-Vereins tanzte das Knollendorfer Männerballett den Schwanensee im Tütü. Zu den stärksten Szenen zählte der lebendige Geschichtsunterricht von Köbes Aslan für zwei schwere kölsche Jungs über die Schlacht von Worringen („Voll krass, die Schlagerei“). Ein weiterer Höhepunkt war das Diätlied des skurillen singenden Skeletts „Annemie“. („Alles, wat do ess, jitt Schwabbel“).

Auch die Hänneschen-Band präsentierte sich in Top-Form und stimmte mit beachtlicher Bandbreite von Karnevalsklassikern über Soul und Pop bis hin zu aktuellem Kölsch-Rock von Kasalla und Brings auf die Session ein. Tontechniker Daniel Ziermann sorgte mit Hilfe des neuen Mischpults für eine deutlich verbesserte Klangqualität.

Tom Buhrow in der zweiten Reihe

Auch WDR-Intendant Tom Buhrow, in der zweiten Reihe sitzend, amüsierte sich bestens. „Ein großartige Puppensitzung mit tollen Ideen. Die Entscheidung, die Übertragung zu streichen, ist mir persönlich sehr schwer gefallen. Ich bin schon als Kind mit meiner Großmutter ins Hänneschen gegangen. Als Intendant muss ich aber das ganze Land im Blick haben und darf keine Stadt bevorzugen“, sagte er im Gespräch mit der Rundschau.

Am 4. Februar wird RTL-West die Sitzung aufzeichnen und sie am 21.Februar, 17.30 Uhr, auf einer Großbildleinwand auf dem Eisenmarkt zeigen. Ab 19 Uhr wird ein Streaming auf der Website von RTL-West abrufbar sein.

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