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Hänneschen-Theater: Neues Erwachsenenstück „Schälock Holmes“ feiert Premiere

Erstellt: 29.08.2016

Köln - Was tun, wenn im eigenen Detektivbüro Flaute herrscht und nur einige untreue Eheleute beschattet werden müssen? Könnte man nicht selbst Hand anlegen und eine Straftat inszenieren, die es dann aufzuklären gilt? Einen Mord vielleicht? Das wäre doch genau die Lösung, findet Schäl alias Schälock Holmes.
Worum gehts?

Das neue Erwachsenenstück „Schälock Holmes“ vom Hänneschen-Theater feierte am Samstagabend Premiere. Mehr als zwei Stunden begeisterten Schäl als Schälock Holmes und Hänneschen als sein Helfer Watson das Publikum. Ganz Knollendorf ist im Krimifieber. Marizzebell und Nikela, im Hauptberuf Haushälterin und Butler in Schäls Detektei, versuchen sich als kölsche Ausgaben von Miss Marple und Mr. Stringer und auch die beiden Pänz Röschen und Köbeschen haben Detektiv-Blut geleckt und spielen Szenen aus alten Fernsehkrimis wie „Derrick“ nach. Und da wäre auch noch Hänneschen. Läuft es in der Detektei bald nicht wieder besser, wird er sein Medizinstudium nicht finanzieren können. Als plötzlich eine richtige Leiche gefunden wird, ändert sich alles.

Geschrieben wurde das Stück von Alice Herrwegen. Die Idee für ein „Kriminalstöck us Knollendorf“ hatte die Autorin schon vor vielen Jahren. Das damals fertiggestellte Manuskript konnte sie allerdings nicht wiederfinden und so blieb ihr nichts anderes übrig, als das Stück noch einmal neu zu schreiben und zu aktualisieren. „Schälock Holmes“ überrascht mit kölschem und passend zur britischen Kriminalgeschichte englischem Wortwitz. Ob Pokémon Go oder der Notfallplan von De Maizière – das Stück greift viele aktuelle Themen auf.
Bühnenbilder mit vielen kleinen Details

Für Staunen beim Publikum sorgten die fünf verschiedenen Bühnenbilder von Ralf Bungarten und Markus Henn, die mit vielen kleinen Details und Requisiten ausgestattet waren. Beispielsweise stammt die Pfeifensammlung in Schälocks Büro von Pfeifen Heinrichs und die Brille der Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die im Stück auftritt, wurde von der Firma Duisdieker angefertigt. Unter der Regie von Frauke Kemmerling wurden einige liebevoll-verspielte Elemente ins Stück eingebaut, beispielsweise helfen in der Waldkulisse zwei Biber bei den Umbauarbeiten oder die Puppen führen einen Tango auf. Für den Husarentanz erhielt die Puppe der Miss Marple neue Füße mit roten Stiefelchen und eine Vorrichtung, mit der sie beim Tanzen den Rock lupfen kann.

Die Handlung des Stücks wird mit zahlreichen musikalischen Einlagen, wie durch die „Straßenmusiker“, begleitet. Ein Höhepunkt der Aufführung war das Krimi-Medley mit der Musik vom Tatort und Mission Impossible, das die fünfköpfige Band während Umbauarbeiten vor der Bühne aufführte.

Originalartikel