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Schälock Holmes - Hänneschen Theater im Krimifieber

Erstellt 31.08.2016

Köln (red). Schäl ist sauer. Kaum hat er sich als Chef eines Detektivbüros auf die Seite von Recht und Ordnung gestellt, droht ihm ein finanzielles Desaster. Weil im beschaulichen Knollendorf nichts verbrecherisches passiert, herrscht in seiner Detektei "Schälock Holmes" Flaute.

Nur hier und da steht eine Beschattung untreuer Eheleute an. Doch plötzlich ändert sich alles. In Knollendorf wird eine Leiche gefunden.

Geschrieben hat das mörderische Stück Alice Herrwegen. Die Regie von Frauke Kemmerling wartet mit einigen spielerisch schönen Momenten auf.

Ganz so schaurig wie bei Agatha Christie wird es bei "Schälock Holmes" nicht. Sicher ist, dass Chef Schäl und sein Angestellter und Helfer Watson, besser bekannt als Hänneschen, im Krimifieber sind. Nicht nur sie. Jeder in Knollendorf will den Fall lösen.

Die große Qualität dieses Stückes sind die witzigen und urkölschen Dialoge, die die Autorin gekonnt platziert hat. Ob Marizzebell und Nikela alias Marple und Stringer, Manes und Tünnes oder Hänneschen und Schäl alias Dr. Watson und Schälock Holmes - es macht Spaß ihnen zuzuhören.

Das Krätzchen "Öm nüng Ohr an dr Eck" bildet den musikalischen Rahmen des Stücks - zusammen mit dem "Kriminaltango". Straßenmusiker treten aus dem Nichts auf und kommentieren die Handlung wie ein griechischer Chor. Dabei geht es musikalisch sehr abwechslungsreich zu: klassisch im Krätzchen-Sound, mit Swing oder als Rumba.

 
Das Ensemble führt das Stück von 27. September (Premiere) bis 11. September 2016, 21. September bis 30. Oktober 2016, und 22. April bis 23. Juni 2017 auf. Mittwoch bis Samstag um 19.30 Uhr und Sonntag um 17 Uhr. Sonderzeiten können unter www.haenneschen.de  eingeseheb werden.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich (Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr), unter Telefon 0221/ 2581201 (Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 14 Uhr) und per E-Mail an haenneschen@stadt-koeln.de

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