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Theater im Rheinlandtal „Hänneschen ist zutiefst kölsch“

Erstellt 03.06.2016

Köln - Das Hänneschen-Theater ist Träger des Rheinlandtalers: Das Puppentheater sei „lebendiges Symbol für einen Teil der Kölschen Identität und des Heimatgefühls“, so Laudatorin Anne Henk-Hollstein, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland.

Obwohl das Puppentheater an sich in heutiger Zeit ein Anachronismus sei, sind die 270 Aufführungen im Jahr fast immer ausverkauft. „Ein zutiefst Kölscher Ort, der unabdingbar für die Kölsche Sozialisation ist“, so Henk-Hollstein über das Knollendorfer Universum.

Generationen von Kölner Schülern besuchen das 1802 gegründete Stockpuppentheater, in dem ausschließlich „Hochdeutsch met Knubbele“, also Kölsch gesprochen wird. Seit 1938 ist es am Eisenmarkt beheimatet. Hänneschen und Bärbelchen, Tünnes und Schäl oder der stotternde Speimanes sind als urkölsche Archetypen jedem Kölner vertraut.

Stellvertretend „für 214 Jahre Hänneschen“ nahm Intendantin Frauke Kemmerling die Auszeichnung entgegen, die seit 40 Jahren an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich besonders um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands verdient gemacht haben. (jkb)

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