Aus dem Schäl wird ein neuer Schäng



Erstellt 13.01.2016

Hänneschen-Puppensitzung "Fastelovakis" feiert ihre Premiere


Köln (off). Die Knollendorfer sind so ein buntes Volk, da fällt es ihnen auch nicht schwer alles auf den Kopf zu stellen. Und anders als im realen Köln kann neben dem Rathaus fristgerecht ein neues, altes Gebäude entstehen. Zur Puppensitzung unter dem Titel "Fastelovakis" enthüllte ein neuer Sitzungspräsident die Akropolis, mit der die Griechen ihre Schulden bezahlen.

Zur Premiere sagte die Intendantin der Puppenspiele der Stadt Köln Frauke Kemmerling: "Jede Tradition war mal neu." So musste der alte Sitzungspräsident Schäl in den Klingelpütz, weil er die Knabüsse der Roten Funken als G36-Ersatz verkauft hatte. Frisch aus dem Knast entlassen ist dagegen sein Zellenkumpan und Schwager Heukeshovens Schäng, der die Leitung der Sitzung mit weiteren Themen wie Flüchtlingskrise oder FIFA-Skandal übernimmt. Dahinter verbirgt sich Tünnes-Darsteller Udo Müller.

Mit der Akropolis sind die Götter Zeus, Dionysos und Eros nach Köln gekommen, denen zu Ehren die Roten Funken auch ohne Holzgewehre etwas vorwibbeln. Aus der römischen Antike hat sich die 2.000 Jahre alte Stadtmutter Agrippina in die Sitzung verirrt, um das Patronat für die neue Oberbürgermeisterin zu übernehmen: "Ich wäde ming Hand üvver dat Mädche halde." Trotzdem wird der Fastelovakis-Tempel von römisch-katholischer Hand des Erzbischofs eingesegnet. Dazu reitet Rainer Maria Kardinal Woelki auf dem Geißbock ein.

Letztmalig wird diese Puppensitzung im WDR am 7. Februar um 22.15 Uhr und 9. Februar um 8.55 Uhr übertragen.

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