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Met Hätze us Holz - Hänneschen - Manuskripte gehen durch eine Kooperation ans Historische Archiv

Wahn (kg). Was damals auf Schreibmaschinen entstand und Knollendorfern wie Tünnes und Schäl in die Holzmünder gelegt wurde, wird nun vom Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum in Porz-Lind erfasst und digitalisiert.

Damit wird Stadtgeschichte im Umfang von 319 Manuskripten in Zukunft zugänglich und erlebbar. Insgesamt 30 Umzugskartons wird das Hänneschen-Theater dem Historischen Archiv der Stadt übergeben.

Die teils noch mit alten schwarzen buckligen Schreibmaschinen verfassten Manuskripte entstanden nach 1926 und ergänzen den Hänneschen-Bestand des Stadtarchivs, der bis dato mehrere Archivmeter umfasst, und unter anderem Kompositionen, Verwaltungsunterlagen und Spielpläne enthält.

In der Theaterwissenschaftliche Sammlung (TWS) im Wahner Schloss sind Unterlagen vor 1926 archiviert, darunter 40 Puppen, 80 Hefte mit Spielscripten und verschiedene Dokumente, allesamt handschriftlich verfasst. "Die vorstädtische Phase ist hier im Haus", sagt Professor Dr. Peter W. Marx, Direktor der TWS und des Instituts für Medienkultur und Theater der Uni Köln. Beide Einrichtungen kooperieren mit dem Hänneschen, die formelle Übergabe der Manuskripte fand im Wahner Schloss mit Dr. Bettina Schmidt-Czaia, der Direktorin des Historischen Archivs, sowie mit Frauke Kemmerling, der Intendantin des Hänneschen, dem Puppentheater der Stadt Köln statt.

Die Manuskripte liefern vielfältige Informationen über den Zeitgeist, und können wie ein Spiegel von Politik und Gesellschaft verstanden werden. "Die Bewohner von Knollendorf sind durchaus politisch, genauso bewegt sie jedoch beispielsweise die Wahl des neuen Oberbürgermeisters oder der Abstieg des lokalen Fußballvereins", sagt Schmidt-Czaia. Seit 1980 werden in jedem Jahr sechs neue Stücke aufgeführt. Gab es früher acht bis zehn Figuren, sind es heute ein Dutzend Puppen, sagt Kemmerling. "Tünnes symbolisiert dabei die Landbevölkerung und Schäl den Stadtmenschen".

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