Käsch machen beim "Köllequiz"

Erstellt 13.09.2015

Hänneschen und Bärbelchen bewerben sich bei der Fernseh-Show „Köllequiz“ - genau darum dreht sich das aktuelle Hänneschen-Familienstück. Es hat kleine und große Zuschauer begeistert. Von Julia Katharina Brand

Köln. Der halb-blinde, aber ambitionierte italienische Messerwerfer Sandro, Knollendorf-Ur-Charakter „Speimanes“ als äußerst untalentierter Zauberlehrling und ein superschlauer Hund namens Pfiffikus - das sind die heimlichen Hauptdarsteller im neuen Familienstück des Hänneschen-Theaters, das am Sonntag Premiere feierte. „Käsch in d’r Täsch“ ist ein kurzweiliges Stück voll gelungener Pointen, durchweg funktionierender „Running Gags“ und Situationskomik - definitiv nicht nur was für Pänz.

Hänneschen und Bärbelchen beim „Köllequiz“

Das Stück ist das zweite aus der Feder Hänneschen-Autorin Silke Esser. Die Geschichte: Hänneschen und Bärbelchen haben sich bei der Fernseh-Show „Köllequiz“ beworben. Der Preis für die Gewinner: „janz vill Jeld“. Von dem Gewinn wollen die beiden den kurz vor dem Aus stehenden Zirkus Speck und seine Tiere retten. Ihre Gegner in der Quizshow: Der profitgierige Tünnes und sein trotteliger Kumpel Schäl. Der will die Zirkuswaggons zu einem Spottpreis kaufen und mit „Imbissständen“ an der Brühler Straße viel Geld scheffeln. Zum Glück ist sein Team-Kollege der seinem Namen mehr als gerecht werdende Schäl.

Besonders lustig: die pointierten dramaturgischen Exkurse, wie der Versuch von Speimanes, ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern, oder die interaktive Foto-Session von Publikum mit den Zoo-Tieren.

Mit dem Stück startet Hänneschen-Intendantin Frauke Kemmerling ein Experiment, um Kindern vom Live-Charakter des Theaters zu überzeugen. Sie werden noch mehr in das Stück eingezogen, dürfen mittendrin sogar ihr Handy einbeziehen. Das kommt an – auch bei den Eltern.

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