Von schrägen Typen und dem „Roten Mops“

Die Intendantin des Hänneschen-Theaters Frauke Kemmerling hat am Dienstag den Spielplan 2015/16 vorgestellt. Sechs neue Stücke werden zwischen August 2015 und Juni 2016 am Eisenmarkt gespielt. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. April. Von Susanne Happe


Köln.
Speimanes, der Liebling im Hänneschen, ist bis 2017 ausgebucht. Aber auch die anderen aus der Knollendorfer Sippschaft sind heiß begehrt. Fast alle haben schon Paten gefunden. Die Möglichkeit gibt es seit kurzem, und jeder Pate zahlt 350 Euro für eine Spielzeit. Das Geld fließt in die Produktionen des Hänneschen-Theaters. „Je nach Interesse denken wir über Doppelbesetzungen nach“, sagte gestern Intendantin Frauke Kemmerling während der Vorstellung des Spielplans 2015/16. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. April. Sechs neue Stücke werden zwischen August 2015 und Juni 2016 am Eisenmarkt gespielt.

Los geht’s mit dem Ostermärchen „Osterween? ...oder wat sull dä Quatsch?“ von Silke Essert, die verrät, dass der Gegenspieler des Hasen Weenie der Kürbiskopf ist. Der liebt es, wenn sich alle erschrecken. Weenie verspricht dem Osterhasen, die Eier zu verstecken, aber stattdessen ist wieder Halloween. Und am Ende wird klar: Jedes Fest hat seine Zeit. Bei der Erwachsenenvorstellung von Regisseur, Puppenspieler und Vize-Intendant Udo Müller wähnen sich die Zuschauer im „Aapethiater“. Das dreht sich um städtische Zuschüsse für das „Thalia-Schäl-Theater“, um die „Schauspielerin“ Natascha, Schläger Rudi, genannt die „Zahnfee“, und den verruchten Schuppen der „Rote Mops“. Im „Aapethiater is d’r Düvel los“, und das nicht nur, weil Cannabis geraucht wird. Nach dem großen Erfolg ist Werners Stück „Lück wie ich un do“ auf der ersten DVD (15 Euro) des Theaters zu sehen.

Ansonsten lockt im September „Käsch en d’r Täsch“ ebenfalls von Silke Essert Leute von 6 bis 106 nach Knollendorf. Iris Schlüter hat mit „Der Nosskracher“ das Weihnachtsmärchen geschrieben. Im Januar 2016 feiern dann die Puppensitzungen für Groß und Klein Premiere. Mit dabei sind zwei neue Puppenspieler: Wolfgang Schlangen (52, seit dem 1. Januar) und Alexis Berg (24, ab dem 1. April). Intendantin Kemmerling kündigte eine Reihe von Kooperationen an. Dazu gehört die geplante Zusammenarbeit mit der lit.cologne, mit dem Theaterpädagogischen Zentrum und dem theaterwissenschaftlichen Institut der Uni Köln.

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